Millionen Tiere leiden in Laboren – für Ergebnisse, die sich oft nicht auf Menschen übertragen lassen.

Mäuse, Ratten, Fische, Kaninchen, Hunde, Katzen und Affen: In deutschen Laboren werden jedes Jahr Millionen Tiere für Versuche verwendet. Sie werden vergiftet, operiert, infiziert, gentechnisch verändert oder in Angst und Stress versetzt – und am Ende fast immer getötet. Dabei mehren sich die Zweifel, ob Tierversuche überhaupt halten, was sie versprechen.

rund 1,5 Mio.Tiere wurden zuletzt pro Jahr in Deutschland in Versuchen verwendet
+ über 1 Mio.weitere Tiere wurden getötet, ohne dass sie je in einem Versuch verwendet wurden
seit 2013sind Tierversuche für Kosmetik in der EU verboten

Das Leid hinter Labortüren

Versuchstiere verbringen ihr Leben in kahlen Kunststoffkäfigen unter Neonlicht. Viele Versuche sind mit erheblichen Schmerzen verbunden: Bei Giftigkeitsprüfungen wird getestet, welche Dosis einer Substanz die Tiere krank macht oder tötet. In der Grundlagenforschung werden Tieren Elektroden ins Gehirn gesetzt, Tumore erzeugt oder Krankheiten künstlich ausgelöst. Hinzu kommen Millionen Tiere, die „auf Vorrat“ gezüchtet und getötet werden, weil sie das falsche Geschlecht oder die falschen Gene haben.

Fragwürdiger Nutzen

Eine Maus ist kein kleiner Mensch. Über 90 Prozent der Medikamente, die sich im Tierversuch als sicher und wirksam erwiesen haben, scheitern später in den Studien am Menschen. Umgekehrt wären manche hilfreichen Wirkstoffe nach den Ergebnissen im Tierversuch nie zugelassen worden.

Es geht auch anders

Moderne Methoden arbeiten mit menschlichen Zellen und Geweben: Mini-Organe aus Stammzellen, „Organ-on-a-Chip“-Systeme, die menschliche Organe im Kleinen nachbilden, und Computermodelle, die Wirkungen und Nebenwirkungen berechnen. Sie liefern oft aussagekräftigere Ergebnisse für den Menschen – und kommen ganz ohne Tierleid aus. Die USA haben 2022 die Pflicht zu Tierversuchen für neue Medikamente gelockert.

Was kannst Du tun?

  • Kaufe Kosmetik, Putz- und Waschmittel von Herstellern, die ganz auf Tierversuche verzichten – erkennbar zum Beispiel am Siegel mit dem springenden Hasen.
  • Unterstütze Organisationen, die tierversuchsfreie Forschung fördern.
  • Sprich Deine Abgeordneten an und fordere einen verbindlichen Ausstiegsplan aus dem Tierversuch.

Jede Stimme zählt

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