Salmonellen, Schadstoffe, Skandale – wie sicher ist unser Essen wirklich?
BSE, Gammelfleisch, Dioxin in Eiern, Pferdefleisch in der Lasagne: Kaum ein Jahr vergeht ohne Lebensmittelskandal – und fast immer geht es dabei um tierische Produkte. Das ist kein Zufall. Fleisch, Milch, Eier und Fisch sind besonders anfällig für Krankheitserreger und reichern Schadstoffe aus der Umwelt an. Wer sich pflanzlich ernährt, senkt viele dieser Risiken ganz erheblich.
Keime auf dem Teller
Die häufigsten Erreger bakterieller Darminfektionen in Deutschland sind Campylobacter und Salmonellen – und ihre wichtigste Quelle ist Geflügelfleisch, gefolgt von Eiern und anderen tierischen Lebensmitteln. Untersuchungen finden auf einem großen Teil des Hähnchenfleischs im Handel Campylobacter-Keime, oft auch solche, die gegen Antibiotika resistent sind. Hinzu kommen Listerien in Rohmilchkäse, Räucherfisch und Wurst sowie gefährliche EHEC-Bakterien aus dem Darm von Rindern. → Antibiotikaresistenzen
Schadstoffe in der Nahrungskette
Viele Umweltgifte sind fettlöslich und reichern sich im Körper von Tieren an – je weiter oben in der Nahrungskette, desto stärker. Großfische wie Thunfisch und Schwertfisch können hohe Mengen Quecksilber enthalten, Fisch und Meeresfrüchte zudem Mikroplastik. Dioxine und PCB gelangen vor allem über Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier in unseren Körper. → Umweltgifte
Ein Skandal jagt den nächsten
BSE („Rinderwahn“)
In den 1980er- und 1990er-Jahren wurden Rinder mit Tiermehl aus Artgenossen gefüttert. Die Folge war eine tödliche Hirnerkrankung, die auch auf Menschen übersprang.
Gammelfleisch
Immer wieder werden verdorbene Fleischwaren umetikettiert und weiterverkauft.
Dioxin-Eier (2011)
Verunreinigtes Tierfutter führte zur vorübergehenden Sperrung Tausender Höfe in Deutschland.
Pferdefleisch-Skandal (2013)
In Fertiggerichten wurde nicht deklariertes Pferdefleisch gefunden.
Was kannst Du tun?
Auch Pflanzen können verunreinigt sein – aber die großen Risiken für Lebensmittelinfektionen und Schadstoffbelastung gehen von tierischen Produkten aus. Mit einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung, gut gewaschenem Gemüse und Obst und möglichst unbelasteten, gern biologisch erzeugten Lebensmitteln bist Du auf der sicheren Seite.
Sicher essen, ohne dass Tiere leiden
Lass die Risiken im Kühlregal liegen – zugunsten Deiner Gesundheit und der Tiere. Wichtig: Wer vegan lebt, muss Vitamin B12 ergänzen – mehr dazu unter Risiken.
Jetzt vegan werdenQuellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten. rki.de
- Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): Zoonosen-Monitoring. bvl.bund.de
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Informationen zu Dioxinen und PCB. bfr.bund.de