Töten als Hobby, Leiden als Unterhaltung – Tiere sind kein Sportgerät.

Jagen, Angeln, Pferderennen, Reitturniere, Rodeo oder Stierkampf: In vielen Freizeitbeschäftigungen spielen Tiere eine Rolle, ohne dass sie je gefragt wurden. Für die Tiere bedeuten sie Stress, Schmerz, Verletzungen – und allzu oft den Tod.

Jagd

In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Wildtiere erschossen – Rehe, Wildschweine, Hirsche, Füchse, Hasen, Enten und viele mehr. Längst nicht jedes Tier ist sofort tot: Viele werden „nur“ angeschossen und flüchten schwer verletzt. Füchse werden selbst in ihren Bauen gejagt, oft mit Hunden, die in den Bau geschickt werden.

Gerechtfertigt wird die Jagd meist mit der „Regulierung“ von Wildbeständen. Doch Studien deuten darauf hin, dass intensive Bejagung die Fortpflanzung sogar ankurbeln kann, etwa bei Wildschweinen und Füchsen. Der Kanton Genf in der Schweiz hat die Hobbyjagd bereits 1974 abgeschafft. → Wildtiere

Angeln

Angeln gilt als ruhiges, naturnahes Hobby. Für den Fisch bedeutet es einen Haken im Maul, einen verzweifelten Kampf und den langsamen Tod durch Ersticken – oder, beim „Catch and Release“, Verletzungen und Stress, an denen viele Fische später doch sterben. Fische empfinden Schmerz, auch wenn sie ihn nicht hörbar machen können. → Fische & Meerestiere

Pferdesport

Bei Galopp- und Trabrennen werden junge Pferde an ihre Grenzen getrieben, oft mit der Peitsche. Knochenbrüche und tödliche Stürze kommen immer wieder vor. Pferde, die keine Leistung mehr bringen, landen nicht selten beim Schlachter.

Echte Freude braucht kein Leid.

Rodeo und Stierkampf

Beim Rodeo werden Pferde und Rinder durch Flankengurte, Sporen und Lärm zum Bocken gebracht, Kälber mit dem Lasso eingefangen und zu Boden gerissen. Beim Stierkampf in Spanien, Portugal, Frankreich und Lateinamerika werden Stiere vor Publikum gequält und getötet. Auch der Tourismus hält diese Tradition am Leben.

Was kannst Du tun?

  • Besuche keine Rodeos, Stierkämpfe oder Pferderennen – auch nicht im Urlaub.
  • Erlebe Wildtiere mit Fernglas und Kamera statt mit dem Gewehr.
  • Ersetze das Angeln durch Wandern, Paddeln oder Naturbeobachtung am Wasser.

Tiere sind keine Sportgeräte

Entscheide Dich für Freizeit, Sport und Ernährung ohne Tieropfer. Wichtig: Wer vegan lebt, muss Vitamin B12 ergänzen – mehr dazu unter Risiken.

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