Eine Entscheidung, die vielen hilft: den Tieren, Deiner Gesundheit, unserem Planeten – und Menschen auf der ganzen Welt.
Was wäre, wenn Du mit jeder Mahlzeit etwas Gutes bewirken könntest? Ganz ohne Spendenquittung, ohne Demonstration, ohne großen Aufwand – einfach, indem Du entscheidest, was auf Deinem Teller liegt?
Genau das ist möglich. Kaum eine andere Entscheidung im Alltag berührt so viele der großen Fragen unserer Zeit auf einmal: Tierleid, Gesundheit, Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Welthunger, Pandemien. Und kaum eine ist so leicht umzusetzen – heute, beim nächsten Einkauf. Doris hat von einer fairen, veganen Welt geträumt. Auf dieser Seite zeigen wir Dir, warum dieser Traum kein bisschen weltfremd ist, sondern eine der vernünftigsten Antworten auf die Krisen unserer Zeit.
Acht gute Gründe
1. Für die Tiere
Schweine sind klüger als Hunde, Kühe trauern um ihre Kälber, und auch Hühner und Fische empfinden Schmerz. Trotzdem wurden 2025 allein in Deutschland rund 746 Millionen Tiere geschlachtet – weltweit sind es jedes Jahr über 80 Milliarden Landtiere. Ihre schiere Zahl verdrängt auch die wilden Tiere: Nutz- und Haustiere machen heute 59 Prozent der Masse aller Säugetiere auf der Erde aus, wir Menschen 36 Prozent – wild lebende Säugetiere nur noch 5 Prozent. Bei den Vögeln entfallen sogar 71 Prozent der Masse auf Geflügel. Für Weiden und Futterfelder verlieren Wildtiere ihren Lebensraum, die Artenvielfalt schwindet. Eine vegane Lebensweise ist der einfachste und wirksamste Weg, bei diesem Leid nicht mehr mitzumachen – und der Natur wieder Raum zu geben.
Für die Tiere
Ob im Stall oder in freier Wildbahn – sie alle leiden
Mehr erfahren2. Für Deine Gesundheit
Eine gut zusammengestellte vegane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn und Nüssen tut auch Dir selbst gut. Große Übersichtsstudien zeigen: Wer sich pflanzlich ernährt, leidet im Schnitt seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und bestimmten Krebsarten. Die Krebsforschungsagentur der WHO stuft dagegen Wurst und Schinken als krebserregend ein: Schon 50 Gramm am Tag erhöhen das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält eine vegane Ernährung für gesunde Erwachsene seit 2024 für gesundheitsfördernd – wenn Vitamin B12 ergänzt wird. Ärztinnen und Ärzte im Physicians Committee for Responsible Medicine empfehlen sie sogar zur Vorbeugung und Behandlung von Zivilisationskrankheiten; viele Studien dazu sammelt ProVegan.info.
Für Deine Gesundheit
Was pflanzliche Ernährung für Dich tun kann
Mehr erfahren3. Für das Klima
Laut der Welternährungsorganisation FAO verursacht die Tierhaltung rund 12 Prozent aller menschengemachten Treibhausgase. Besonders klimaschädlich ist Methan aus den Mägen der Rinder: Es heizt die Erde in den ersten zwanzig Jahren rund 80-mal stärker auf als Kohlendioxid. Dazu kommen Lachgas aus Gülle und Dünger sowie das CO₂ aus gerodeten Wäldern. Eine Studie der Universität Oxford hat die Ernährung von 55.000 Menschen in Großbritannien ausgewertet: Bei Veganerinnen und Veganern entstand nur etwa ein Viertel der Treibhausgase von Menschen, die viel Fleisch essen. Die gute Nachricht: Methan baut sich in der Atmosphäre relativ schnell ab. Weniger Tierhaltung bremst die Erderwärmung deshalb schneller als fast jede andere Maßnahme.
Für das Klima
Was unser Essen mit der Erderwärmung zu tun hat
Mehr erfahren4. Für Wälder und Böden
Rund drei Viertel der Agrarfläche der Erde dienen der Tierhaltung – als Weide oder für den Anbau von Futtermitteln. Doch Fleisch, Milch und Eier liefern nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent des Eiweißes, das die Menschheit isst. Würden alle Menschen vegan leben, käme die Welt nach Berechnungen von Joseph Poore und Thomas Nemecek (Universität Oxford) mit rund 75 Prozent weniger Agrarfläche aus – das entspricht der Fläche der USA, Chinas, der EU und Australiens zusammen. Für Rinderweiden und Futtersoja werden bis heute Regenwälder gerodet, besonders im Amazonasgebiet. Weniger Tierhaltung heißt: weniger Rodung, gesündere Böden und mehr Platz für Wälder, Moore und wilde Tiere. → Mehr über Flächenverbrauch
Für Wälder und Böden
Warum für Weiden und Futter Wälder fallen
Mehr erfahren5. Gegen den Hunger
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen litten 2025 weltweit rund 645 Millionen Menschen Hunger. Gleichzeitig wird ein großer Teil der Ernte gar nicht von Menschen gegessen: Etwa 36 Prozent der weltweit angebauten Kalorien werden an Tiere verfüttert – und nur ein kleiner Bruchteil davon kommt als Fleisch, Milch oder Eier wieder bei uns an. Denn jedes Tier verbraucht den Großteil seines Futters für das eigene Leben. Tierhaltung ist damit eine Lebensmittelverschwendung im ganz großen Stil. Würden wir Pflanzen direkt essen, statt sie den Umweg über den Tiermagen nehmen zu lassen, könnten wir mit derselben Ernte deutlich mehr Menschen satt machen – und Äcker in ärmeren Ländern würden wieder Nahrung für die Menschen vor Ort tragen statt Futter für den Export.
Gegen den Hunger
Nahrung für Menschen statt Futter für Tiere
Mehr erfahren6. Gegen Pandemien und Antibiotikaresistenzen
Rund drei Viertel aller neu auftretenden Infektionskrankheiten sind Zoonosen – also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen überspringen. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen nennt die steigende Nachfrage nach tierischem Eiweiß als einen der wichtigsten Gründe dafür. Wo Tausende Tiere auf engstem Raum leben, finden Erreger wie die Vogelgrippe ideale Bedingungen, um sich auszubreiten und zu verändern – auch BSE, die Schweinegrippe von 2009 und die Vogelgrippe haben hier ihren Ursprung. Dazu kommt ein zweites, stilles Risiko: Weltweit werden rund 73 Prozent aller Antibiotika bei Tieren in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. So entstehen resistente Keime, gegen die auch beim Menschen kaum noch ein Mittel hilft. → Mehr über Antibiotikaresistenzen
Gegen Pandemien und Antibiotikaresistenzen
Wenn Krankheiten vom Tier zum Menschen springen
Mehr erfahren7. Für kommende Generationen
Klimawandel, Artensterben, ausgelaugte Böden, leergefischte Meere, wirkungslose Antibiotika – all das erben unsere Kinder und Enkelkinder. Sie werden uns einmal fragen, was wir gewusst und was wir getan haben. Die Antwort auf die erste Frage ist heute eindeutig: Wir wissen genug. Wir können nicht alles auf einmal lösen. Aber wir können aufhören, die Probleme jeden Tag mit Messer und Gabel weiter zu vergrößern. Jede pflanzliche Mahlzeit spart Fläche, Wasser und Treibhausgase – und sie zeigt den Jüngeren ganz praktisch, wie ein gutes Leben ohne Ausbeutung aussehen kann. Eine vegane Lebensweise ist ein Versprechen an alle, die nach uns kommen: Wir haben getan, was in unserer Macht stand.
Für kommende Generationen
Eine Welt, die wir guten Gewissens übergeben
Mehr erfahren8. Für mehr Menschlichkeit
Die meisten von uns lehnen Gewalt ab und möchten niemandem unnötig Leid zufügen. Wir streicheln den Hund, füttern im Winter die Vögel und sind empört, wenn irgendwo ein Tier gequält wird. Vegan zu leben bedeutet im Grunde nur, diese Werte ernst zu nehmen – und den Kreis unseres Mitgefühls nicht beim Menschen oder bei unseren Lieblingstieren enden zu lassen. Das hat auch Doris so gesehen: Mitgefühl, Fairness und Gewaltverzicht waren für sie nichts Abstraktes, sondern gelebter Alltag. Und wer im Kleinen achtsam ist, wird es oft auch im Großen: im Umgang mit den Mitmenschen, mit der Natur und mit sich selbst. So wächst aus jeder einzelnen Entscheidung ein Stück mehr Menschlichkeit.
Für mehr Menschlichkeit
Mitgefühl, das niemanden ausschließt
Mehr erfahren„Das schaffe ich doch nie …“
Vielleicht denkst Du jetzt: Klingt alles einleuchtend – aber ist das nicht furchtbar kompliziert? Die gute Nachricht: Es ist viel leichter, als die meisten glauben.
- „Woher bekomme ich mein Eiweiß?“ Aus Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Erbsen, Tofu, Tempeh, Nüssen und Vollkorn. Die stärksten Tiere der Welt – Elefanten, Gorillas, Rinder – leben übrigens rein pflanzlich.
- „Und was ist mit Vitamin B12?“ Das ist der eine Nährstoff, den Du gezielt ergänzen solltest – mit einer Tablette oder angereicherten Lebensmitteln. Übrigens bekommen auch die meisten „Nutztiere“ B12 längst über ihr Futter zugesetzt.
- „Ich esse aber so gern Käse/Wurst/Schnitzel …“ Das musst Du nicht aufgeben – nur anders genießen. Die pflanzlichen Alternativen werden jedes Jahr besser, und viele Lieblingsgerichte lassen sich ganz einfach vegan zubereiten.
- „Was kann ich allein schon ausrichten?“ Mehr, als Du denkst. Jeder Mensch, der vegan lebt, verschont im Laufe seines Lebens zahllose Tiere – und ist ein Vorbild für Familie, Freunde und Kollegen.
Noch mehr Antworten findest Du unter Einwände & Bedenken.
Was kannst Du tun?
Wie viele Tiere sollen ab jetzt noch für Dich sterben? Wenn Deine Antwort „keines mehr“ lautet, dann fang heute an – hier findest Du alles, was Du dafür brauchst:
Wie viele Tiere sollen noch für Dich sterben?
Mit jedem Tag, den Du wartest, sterben weitere Tiere – auch für Dich. Entscheide Dich jetzt: für die Tiere, für Deine Gesundheit und für unseren Planeten. Du wirst staunen, wie gut es Dir schmeckt – und wie gut es sich anfühlt.
Jetzt vegan werdenQuellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Pressemitteilung Nr. 049 vom 13. Februar 2026 – Fleischproduktion im Jahr 2025. destatis.de
- Our World in Data, auf Grundlage von FAOSTAT: How many animals get slaughtered every day? (Daten 2021). ourworldindata.org
- Poore, J. & Nemecek, T. (2018): Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science 360, 987–992. Zusammenfassung bei Our World in Data
- Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC/WHO): Pressemitteilung Nr. 240 (2015) – Bewertung von rotem und verarbeitetem Fleisch. iarc.who.int
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Positionspapier zur veganen Ernährung (Juni 2024). dge.de
- Dinu, M. u. a. (2017): Vegetarian, vegan diets and multiple health outcomes – a systematic review with meta-analysis. Critical Reviews in Food Science and Nutrition 57(17).
- Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM): Plant-Based Diets. pcrm.org
- Dr. med. Henrich Stiftung (ProVegan): Studiensammlung zu veganer Ernährung und Gesundheit. provegan.info
- Greenspoon, L. u. a. (2023): The global biomass of wild mammals. PNAS 120(10), e2204892120. Zusammenfassung bei Our World in Data
- Bar-On, Y. M., Phillips, R. & Milo, R. (2018): The biomass distribution on Earth. PNAS 115(25), 6506–6511.
- IPCC (2021): Sixth Assessment Report, Arbeitsgruppe I, Kapitel 7 – Treibhauspotenzial von Methan.
- FAO (2023): Pathways towards lower emissions – a global assessment of the greenhouse gas emissions and mitigation options from livestock agrifood systems. fao.org
- Scarborough, P. u. a. (2023): Vegans, vegetarians, fish-eaters and meat-eaters in the UK show discrepant environmental impacts. Nature Food 4, 565–574.
- FAO u. a. (2026): The State of Food Security and Nutrition in the World 2026. fao.org
- Cassidy, E. S. u. a. (2013): Redefining agricultural yields: from tonnes to people nourished per hectare. Environmental Research Letters 8, 034015.
- UNEP & ILRI (2020): Preventing the next pandemic – Zoonotic diseases and how to break the chain of transmission. unep.org
- Van Boeckel, T. P. u. a. (2019): Global trends in antimicrobial resistance in animals in low- and middle-income countries. Science 365, eaaw1944.