Die meisten Zivilisationskrankheiten sind kein Schicksal – sie liegen auch auf unserem Teller.

Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und manche Krebsarten: Sie gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Ihr gemeinsamer Nenner ist oft unser Lebensstil – und ganz besonders unsere Ernährung. Eine Ernährung voller Fleisch, Wurst, Käse und Eier, dafür arm an Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten. Die gute Nachricht: Was uns krank macht, können wir ändern.

Nr. 1Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland
+18 %Darmkrebsrisiko bei täglich 50 g Wurst oder Schinken (WHO/IARC)
Gruppe 1„krebserregend“ – so stuft die WHO verarbeitetes Fleisch ein

Das Problem

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO stuft verarbeitetes Fleisch wie Wurst, Schinken und Speck als krebserregend für Menschen ein – in dieselbe Gruppe wie Tabakrauch, was die Sicherheit des Nachweises betrifft (nicht die Höhe des Risikos). Rotes Fleisch gilt als wahrscheinlich krebserregend. Schon 50 Gramm verarbeitetes Fleisch am Tag erhöhen das Darmkrebsrisiko um 18 Prozent.

Tierische Lebensmittel liefern zudem viel gesättigtes Fett und Cholesterin, die zu verengten Blutgefäßen beitragen – der Grundlage für Herzinfarkt und Schlaganfall. Und während unsere Teller voll mit Tierprodukten sind, fehlt es an dem, was uns schützt: Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Die Zusammenhänge

Große Übersichtsstudien zeigen: Menschen, die sich pflanzlich ernähren, haben im Durchschnitt ein geringeres Risiko für koronare Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und Krebs insgesamt, einen niedrigeren Blutdruck, bessere Cholesterinwerte und seltener Übergewicht. Ärztinnen und Ärzte des amerikanischen Physicians Committee for Responsible Medicine setzen eine pflanzliche Ernährung sogar gezielt ein, um Typ-2-Diabetes und Herzkrankheiten zu behandeln.

Dabei gilt: Vegan ist nicht automatisch gesund – auch Pommes und Limonade sind vegan. Entscheidend ist eine vollwertige Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen und Samen. Und ein Nährstoff muss bei veganer Ernährung immer ergänzt werden: Vitamin B12.

Was uns krank macht, können wir ändern – mit jeder Mahlzeit.

Was hat das mit uns zu tun?

Unser Gesundheitssystem gibt jedes Jahr Milliarden für Krankheiten aus, die sich durch eine andere Ernährung oft vermeiden ließen. Und hinter jeder Statistik stehen Menschen: der Vater, der mit fünfzig einen Herzinfarkt erleidet, die Freundin, die mit Diabetes lebt. Vielleicht kennst auch Du jemanden. Vielleicht bist Du es selbst.

Was kannst Du tun?

  • Ersetze Wurst und Fleisch durch Hülsenfrüchte, Tofu und Tempeh.
  • Iss jeden Tag eine bunte Vielfalt an Gemüse und Obst.
  • Greife zu Vollkorn statt Weißmehl.
  • Ergänze unbedingt Vitamin B12 – und lass Dich bei Vorerkrankungen ärztlich begleiten.

Gesund leben, ohne dass andere leiden

Tu Dir selbst etwas Gutes – und den Tieren gleich mit. Wichtig: Wer vegan lebt, muss Vitamin B12 ergänzen – mehr dazu unter Risiken.

Jetzt vegan werden

Quellen

  • Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC/WHO): Pressemitteilung Nr. 240 (2015). iarc.who.int
  • WHO: Fragen und Antworten zur Krebsgefahr durch rotes und verarbeitetes Fleisch. who.int
  • Dinu, M. u. a. (2017): Vegetarian, vegan diets and multiple health outcomes. Critical Reviews in Food Science and Nutrition 57(17).
  • Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM). pcrm.org
  • Dr. med. Henrich Stiftung (ProVegan): Studiensammlung. provegan.info

Hinweis: Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung.