Froschschenkel, Krokodilleder, Terrarientiere – Leid, das kaum jemand sieht.
Frösche, Kröten, Schlangen, Echsen, Schildkröten und Krokodile wirken auf viele Menschen fremd. Vielleicht ist das der Grund, warum ihr Schicksal so selten Beachtung findet. Dabei werden auch sie in großer Zahl gefangen, gezüchtet, gehandelt und getötet – für Delikatessen, Luxusmode und als „Haustiere“ in Glaskästen.
Froschschenkel
Die Europäische Union ist einer der größten Importeure von Froschschenkeln weltweit – jedes Jahr Tausende Tonnen, vor allem aus Indonesien, Vietnam und der Türkei. Für jedes Kilo sterben Dutzende Frösche, die meisten werden in der Natur gefangen. Oft werden ihnen bei lebendigem Leib die Beine abgetrennt. Den Herkunftsländern fehlen die Frösche dann als Insektenvertilger – die Folge ist ein höherer Einsatz von Pestiziden.
Reptilienleder
Handtaschen aus Krokodilleder, Gürtel aus Schlangenhaut, Uhrarmbänder aus Echsenleder: Für solche Luxusartikel werden Krokodile auf Farmen in engen Betonbecken gehalten und Schlangen nicht selten lebendig gehäutet. Kein Accessoire ist dieses Leid wert. → Kleidung
Exoten im Wohnzimmer
Deutschland ist einer der größten Märkte für exotische Haustiere in Europa. Viele Reptilien und Amphibien werden der Natur entnommen, viele sterben schon beim Fang oder auf dem Transport. Wer überlebt, verbringt sein Leben in einem Glaskasten, der seinem natürlichen Lebensraum nicht im Entferntesten gerecht wird. Zahlreiche Tiere werden ausgesetzt oder landen in überfüllten Auffangstationen, wenn die Begeisterung nachlässt. → Haustiere
Was kannst Du tun?
- Verzichte auf Froschschenkel, Schildkrötensuppe und andere „Delikatessen“ – auch im Urlaub.
- Kaufe keine Produkte aus Reptilienleder.
- Halte keine Wildtiere als Haustiere – und unterstütze Auffangstationen, statt Händler.
Wie viele Tiere sollen ab jetzt noch für Dich sterben?
Du hast es in der Hand – heute, beim nächsten Einkauf. Entscheide Dich für ein Leben ohne Tierleid. Wichtig: Wer vegan lebt, muss Vitamin B12 ergänzen – mehr dazu unter Risiken.
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