Puten, Enten, Gänse, Wachteln – gezüchtet, gemästet, vergessen.
Neben Hühnern werden in Deutschland jedes Jahr Millionen weitere Vögel für unsere Teller gehalten und getötet. Sie alle sind soziale, empfindsame Tiere mit eigenen Bedürfnissen: Enten lieben das Wasser, Gänse leben in festen Partnerschaften und trauern um verstorbene Gefährten, Puten sind neugierig und erkennen Menschen wieder. Von all dem bleibt in der Massenhaltung nichts übrig.
Puten
Moderne Mastputen sind so stark auf Brustfleisch gezüchtet, dass sie gegen Ende der Mast kaum noch laufen können. Viele leiden unter Gelenk- und Fußerkrankungen, ihr Skelett trägt das eigene Gewicht nicht mehr. Natürlich paaren können sie sich auch nicht mehr – ihre Vermehrung geschieht ausschließlich durch künstliche Besamung. Damit sie sich in den überfüllten Hallen nicht gegenseitig verletzen, werden ihnen häufig die Schnabelspitzen gekürzt.
Enten und Gänse
Enten sind Wasservögel. Sie brauchen Wasser, um zu schwimmen, sich zu putzen und ihre Augen und Nasenlöcher sauber zu halten. In der Mast haben die meisten von ihnen nie etwas anderes als eine Trinkrinne gesehen.
Gänse landen vor allem zu Sankt Martin und Weihnachten auf dem Tisch – ein großer Teil davon wird aus Osteuropa importiert. Dort werden manche Tiere noch immer lebend gerupft, um Daunen zu gewinnen, oder für Stopfleber („Foie gras“) mehrmals täglich mit einem Rohr im Hals zwangsgefüttert, bis ihre Leber auf ein Vielfaches anschwillt. In Deutschland ist die Herstellung von Stopfleber verboten – ihr Verkauf und ihre Einfuhr sind es nicht.
Wachteln und Tauben
Wachteln werden für ihr Fleisch und ihre kleinen Eier gehalten – oft in engen Käfigen, in denen die schreckhaften Vögel bei Panik gegen die Decke fliegen und sich verletzen. Und auch Tauben werden in einigen Ländern gezüchtet und gemästet. Die Tiere sind klein, ihr Leid ist es nicht.
Was kannst Du tun?
Ein Festessen braucht kein Tier. Ob Weihnachtsbraten, Martinsgans oder Putenbrust: Für all das gibt es köstliche pflanzliche Alternativen – vom gefüllten Seitan-Braten bis zum Nussbraten mit Rotkohl und Klößen. Und wer auf Daunen verzichtet, schläft unter einer Decke mit Kunstfaser- oder Kapokfüllung genauso warm.
Wie viele Tiere sollen ab jetzt noch für Dich sterben?
Du hast es in der Hand – heute, beim nächsten Einkauf. Entscheide Dich für ein Leben ohne Tierleid. Wichtig: Wer vegan lebt, muss Vitamin B12 ergänzen – mehr dazu unter Risiken.
Jetzt vegan werdenQuellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Pressemitteilung Nr. 049 vom 13. Februar 2026 – Fleischproduktion im Jahr 2025. destatis.de