Hund oder Schwein, Katze oder Kuh – wer entscheidet eigentlich, wen wir lieben und wen wir essen?
Tiere begleiten uns ein Leben lang. Manche schlafen auf unserem Sofa, andere sehen wir im Wald, im Zoo – oder nur noch abgepackt im Kühlregal. Wir Menschen haben sie in Gruppen eingeteilt: Haustiere, „Nutztiere“, Wildtiere. Für die einen gehen wir zum Tierarzt, die anderen sperren wir ein, und den dritten nehmen wir Stück für Stück ihren Lebensraum.
Doch die Fähigkeit, Freude und Schmerz, Angst und Geborgenheit zu empfinden, fragt nicht nach solchen Kategorien.
„Die Frage ist nicht: Können sie denken? Oder: Können sie sprechen? Sondern: Können sie leiden?“ – Jeremy Bentham, Philosoph (1789)
„Nutztiere“
Für Nahrung, Kleidung, Unterhaltung und Versuche
Mehr erfahren Bild folgtHaustiere
Geliebt und verwöhnt – und doch nicht immer geschützt
Mehr erfahren Bild folgtWildtiere
Bedroht durch Lebensraumverlust, Jagd und Artensterben
Mehr erfahren Bild folgtWas kannst Du tun?
Viele kleine Schritte mit großer Wirkung
Mehr erfahrenDrei Schubladen – ein Maßstab
Ob ein Tier gestreichelt, gegessen oder verdrängt wird, hängt selten vom Tier selbst ab, sondern von der Schublade, in die wir es stecken – und oft nur vom Land, in dem wir leben. Hierzulande liegt der Hund auf dem Sofa und das Schwein im Stall; anderswo ist es umgekehrt, und Kühe gelten als heilig.
Ein Schwein ist nicht weniger klug als ein Hund, ein Huhn nicht weniger empfindsam als ein Wellensittich. Wer das einmal erkannt hat, stellt sich fast zwangsläufig die Frage: Mit welchem Recht behandeln wir die einen wie Familienmitglieder und die anderen wie Ware?
Auf den folgenden Seiten schauen wir genauer hin – und zeigen, wie jede(r) Einzelne etwas verändern kann.