Dressur statt Freiheit: Wildtiere gehören nicht in die Manege.
Ein Elefant, der auf einem Hocker balanciert, ein Tiger, der durch einen brennenden Reifen springt: Was Kinderaugen staunen lässt, ist für die Tiere ein Leben in Gefangenschaft. Zwischen den Vorstellungen verbringen sie ihre Tage in engen Transportwagen und Gehegen, ziehen von Stadt zu Stadt und werden mit Strenge zu Kunststücken gebracht, die ihrer Natur völlig fremd sind.
Ein Leben auf Reisen
Ein Zirkus ist ständig unterwegs. Für die Tiere bedeutet das: stundenlange Transporte, wechselnde Standorte, kaum Rückzugsmöglichkeiten. Elefanten, die in der Natur viele Kilometer am Tag zurücklegen, stehen oft angekettet. Großkatzen laufen in kleinen Käfigwagen auf und ab – ein typisches Zeichen für Verhaltensstörungen.
Dressur
Kein Tier springt freiwillig durch einen brennenden Reifen. Viele Kunststücke werden mit Druck, Futterentzug, Peitschen oder Elefantenhaken erzwungen – das haben verdeckte Recherchen von Tierschutzorganisationen immer wieder dokumentiert. Auch Pferde, Hunde, Ziegen und Kamele müssen in der Manege Dinge tun, die nichts mit ihrem natürlichen Verhalten zu tun haben.
Die Rechtslage
In vielen europäischen Ländern sind Wildtiere im Zirkus bereits ganz oder teilweise verboten. Deutschland hinkt hinterher: Ein umfassendes Verbot gibt es bisher nicht, Städte und Gemeinden können lediglich ihre eigenen Flächen nicht an Zirkusse mit Wildtieren vermieten. Dass es auch anders geht, zeigen zahlreiche moderne Zirkusse, die mit Akrobatik, Clownerie und Artistik begeistern – ganz ohne Tiere.
Was kannst Du tun?
- Besuche nur Zirkusse ohne Tiere – und erzähl anderen, warum.
- Sprich Deine Gemeinde an: Viele Städte vermieten ihre Plätze bereits nicht mehr an Zirkusse mit Wildtieren.
- Erkläre Kindern behutsam, warum Tiere in die Natur gehören und nicht in die Manege.
Gemeinsam etwas bewegen
Du möchtest in Deiner Stadt aktiv werden? Wir unterstützen Dich mit Ideen und Material.
Eigene Aktionen starten